Nikolaus Harnoncourt
Aktuelles
Biographie
Termine
Bild und Ton
Das Werk
Links

Kurzbiographie
Langbiographie
Zeittafel
Concentus Musicus
  Zeittafel
 
Annalen


1929 Geburt von Nikolaus Harnoncourt in Berlin (6. Dezember)
1930 Geburt von Alice Hoffelner in Wien (26. September)
1931 Rückkehr der Familie Harnoncourt aus Berlin nach Graz
1945 bis 1948 Cello-Unterricht bei Paul Grümmer im Salzkammergut
1948 bis 1952 Cello-Studium bei Emanuel Brabec an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien
1948 Freundschaft mit Jürg Schaeftlein
1949 Gründung des Wiener Gamben-Quartetts gemeinsam mit Eduard Melkus, Alfred Altenburger und Alice Hoffelner
Beginn der Erforschung von Spielweise und Klang alter Instrumente
1950 Aufführungen von Bachs „Die Kunst der Fuge“ mit dem Wiener Gamben-Quartett in Wien, Graz, Badgastein und Salzburg
Freundschaft mit Gustav Leonhardt
1951 Alice Hoffelner kehrt von einem Studienaufenthalt in Paris zurück; Geigendiplom an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien
Verlobung
1952 bis 1969 Cellist bei den Wiener Symphonikern
1953 Heirat mit Alice Hoffelner
Herbst: Gründung des - vorerst noch namenlosen - Concentus Musicus Wien (CMW)
1954 inoffizielles Debüt des - immer noch namenlosen - CMW („Ein Instrumentalensemble“) mit Monteverdis „Orfeo“ unter Paul Hindemith im Wiener Konzerthaus
1955 Geburt des Sohnes Philipp
1957 erster offizieller Auftritt des CMW zur Wiedereröffnung des Palais Schwarzenberg in Wien
Geburt des Sohnes Eberhard
1958 Beginn der Konzerttätigkeit des CMW im Palais Schwarzenberg
1960 erste Auslandsreise des CMW (Rom)
Bekanntschaft mit dem deutschen Instrumentensammler und Mäzen Hans Eberhard Hoesch
1961 Geburt des Sohnes Franz
1962 erstes Auftreten des CMW im Wiener Konzerthaus
in der Saison 1962/63 erste Aufführung der Brandenburgischen Konzerte
1962 bis 1971 ständige eigene Konzertserien des CMW im Konzerthaus
1965 erste Aufnahme von Bachs Johannes-Passion mit dem CMW
1966 erste Amerika-Tournee des CMW
1967 für das schwedische Radio erarbeitet Harnoncourt erstmals Monteverdis „Il ritorno d'Ulisse in patria“
1968 erste Deutschland-Tournee des CMW
1969 Aufnahme von Bachs Weihnachtsoratorium mit dem CMW für Radio Bremen
1970 erste Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion mit dem CMW
1971 erste Operneinstudierung: „Il ritorno d'Ulisse in patria“ bei den Wiener Festwochen (Regie: Federik Mirdita)
Exklusivvertrag mit Telefunken
1971 bis 1989 Gesamteinspielung der Bach-Kantaten
1972 erster Auftritt am Dirigentenpult: „Il ritorno d'Ulisse in patria“ an der Piccola Scala in Mailand
1973 erste Live-Aufführung der Matthäus-Passion mit dem Residentie-Orkest
erstes Auftreten des CMW im Großen Musikvereinssaal in Wien
Aufführung von Monteverdis „L'Orfeo“ mit dem CMW in Amsterdam: erster Kontakt mit Claus Helmut Drese
1973 bis 1993 Lehrtätigkeit an der Hochschule Mozarteum in Salzburg (Seminar „Theorie und Praxis der Alten Musik“)
1974 vierte und für lange Zeit letzte USA-Tournee des CMW
1975 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Concertgebouw Orkest Amsterdam (CGO): erste Live-Aufführung der Johannes-Passion (bis 1990 dirigiert Harnoncourt in Amsterdam fast jedes Jahr abwechselnd eine der beiden Bach-Passionen)
erste Zusammenarbeit mit Jean-Pierre Ponnelle am Opernhaus Zürich: Beginn des Zürcher Monteverdi-Zyklus mit „L'Orfeo“ am 20. Dezember 1975 (es folgen „L'incoronazione di Poppea“ am 8. Jänner 1977, „Il ritorno d'Ulisse in patria“ am 12. November 1977 und „Das Achte Madrigalbuch“ am 23. Juni 1979)
1978 Händels „Giulio Cesare“ an der Oper Frankfurt (Regie: Horst Zankl)
Beginn der Zusammenarbeit mit dem Arnold Schoenberg Chor (mit Händels „Jephtha“ im Wiener Konzerthaus)
Beginn des Abonnement-Zyklus des CMW im Wiener Musikvereinssaal
1980 erster Auftritt als Dirigent in Österreich (Mozart mit dem CGO bei der Salzburger Mozartwoche)
Beginn des Zürcher Mozart-Zyklus gemeinsam mit Jean-Pierre Ponnelle mit „Idomeneo“ am 1. März 1980 (bis 1989 folgen acht weitere Produktionen: „Lucio Silla“ am 28. Februar 1981, „Mitridate, Re di Ponto“ am 4. Mai 1983 bei den Schwetzinger Festspielen, am 2. Februar 1985 im Opernhaus, „Die Entführung aus dem Serail“ am 23. Februar 1985, „Così fan tutte“ am 15. Februar 1986, „Die Zauberflöte“ am 15. November 1986, „Don Giovanni“ am 14. November 1987 und „Le nozze di Figaro“ am 18. Februar 1989)
erste Aufführung von Haydns „Schöpfung“ mit dem Residentie-Orkest
Rameaus „Castor et Pollux“ an der Oper Frankfurt
Erasmus-Preis in Amsterdam
1981 Mozart-Gastspiel des Opernhauses Zürich bei den Wiener Festwochen mit „Idomeneo“ und „Lucio Silla“
Mozart-Requiem mit dem CMW im Großen Musikvereinssaal in Wien
1982 Purcell-Projekt „Orpheus britannicus“ am Salzburger Landestheater (Regie: Federik Mirdita)
1983 erste Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern als Dirigent
Mozart-Klavierkonzerte mit dem CGO und Friedrich Gulda in Amsterdam
erste Begegnung mit Schubert-Werken (vierte und fünfte Sinfonie mit dem Residentie-Orkest als Gastspiel bei der Schubertiade Hohenems)
1984 erste Live-Aufführung der Johannes-Passion mit dem CMW im Großen Musikvereinssaal in Wien
erstes Konzert mit Strauß-Walzern mit dem CGO in Amsterdam
mit den Wiener Symphonikern erarbeitet Harnoncourt erstmals Schuberts „Unvollendete“
Debüt bei den Abonnementkonzerten der Wiener Philharmoniker
1985 Händels „Giulio Cesare“ mit dem CMW bei den Wiener Festwochen (Regie: Federik Mirdita)
Aufführung beider Bach-Passionen mit dem CMW beim neu gegründeten Festival styriarte in Graz
1986 erste Aufführungen des „Fidelio“ (konzertant), des Beethoven-Violinkonzerts (mit Gidon Kremer) und der großen C-Dur-Symphonie von Schubert bei der Schubertiade Feldkirch
1987 Debüt an der Wiener Staatsoper mit „Idomeneo“ am 21. Februar 1987 (bis 1989 folgen drei weitere Mozart-Produktionen: „Die Zauberflöte“ am 19. März 1988, „Die Entführung aus dem Serail“ am 12. Mai 1989 und „Così fan tutte“ am 15. Dezember 1989)
Harnoncourt leitet den CMW zum letzten Mal vom Cello aus
erste Produktion der „Fledermaus“ in Amsterdam (Regie: Johannes Schaaf)
Beginn der Zusammenarbeit mit dem Chamber Orchestra of Europe (COE) bei der styriarte mit Haydns Londoner Symphonien
Ehrendoktorat der University of Edinburgh
1988 „Don Giovanni“ in Amsterdam (Regie: Alfred Kirchner)
Open-air-Konzert mit dem COE und Friedrich Gulda beim „Fest zur Festspieleröffnung“ in Salzburg
mit den Wiener Symphonikern erarbeitet Harnoncourt erstmals das Brahms-Requiem
erste szenische Aufführung des „Fidelio“ an der Hamburgischen Staatsoper (Regie: Peter Palitzsch)
Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft
1990 „Der Zigeunerbaron“ am Opernhaus Zürich (Regie: Jean-Louis Martinoty)
erste Zusammenarbeit mit Jürgen Flimm bei „Così fan tutte“ in Amsterdam
Beethoven-Zyklus mit dem COE
Sohn Eberhard verunglückt tödlich
1991 Mozart-Requiem mit den Wiener Philharmonikern bei der Salzburger Mozartwoche
Beginn der Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern
1992 „Fidelio“ am Opernhaus Zürich (Regie: Jürgen Flimm)
Schubert-Zyklus mit dem CGO
Debüt bei den Salzburger Festspielen: Beethovens „Missa solemnis“ mit dem COE
Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
1993 „Der Freischütz“ am Opernhaus Zürich (Regie: Ruth Berghaus)
Schumann-Symphonien mit dem COE bei der styriarte
erste Opernproduktion bei den Salzburger Festspielen: „L'incoronazione di Poppea“ mit dem CMW im Großen Festspielhaus
International Classical Music Award als „Dirigent des Jahres 1992“
1994 Harnoncourt dirigiert erstmals Offenbach („La belle Hélène am Opernhaus Zürich, Regie: Helmut Lohner)
Beethoven-Zyklus mit dem COE bei den Salzburger Festspielen
Harnoncourt dirigiert erstmals Bruckner (3. Symphonie mit dem CGO)
„Polar Music Prize“ der Schwedischen Königlichen Musikakademie
1995 „Des Teufels Lustschloss“ von Schubert am Opernhaus Zürich (Regie: Marco Arturo Marelli)
Harnoncourt hält die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele
„Figaro“ mit dem COE im Kleinen Festspielhaus (Regie: Luc Bondy)
„Der Freischütz“ mit den Berliner Philharmonikern
Harnoncourt zieht sich von den Salzburger Festspielen zurück
Hansischer Goethe-Preis der Stiftung F. V. S. in Hamburg
1996 Harnoncourt dirigiert in Armsterdam erstmals Alban Berg: „Der Wein“ mit dem CGO
Debüt in der Carnegie Hall: Beethoven-Zyklus mit dem COE
Schumanns „Genoveva“ mit dem COE bei der styriarte
Brahms-Symphonien mit den Berliner Philharmonikern
1997 „Aida“ am Opernhaus Zürich (Regie: Johannes Schaaf)
Berg-Violinkonzert mit den Wiener Philharmonikern und Gidon Kremer
Schuberts „Lazarus“ mit dem CMW bei der styriarte
Zwickauer Schumann-Preis
1998 Harnoncourt dirigiert erstmals Dvořák (7. Symphonie mit dem CGO)
1999 „Die Fledermaus“ mit den Wiener Symphonikern bei den Wiener Festwochen (Regie: Jürgen Flimm)
bei der styriarte dirigiert Harnoncourt erstmals Ausschnitte aus Opern von Richard Wagner
2000 „Die Fledermaus“ und „Così fan tutte“ in Zürich
Harnoncourt dirigiert im Musikvereinssaal Schmidts „Buch mit sieben Siegeln“ mit den Wiener Philharmonikern
Beginn des Beethoven-Klavierkonzertzyklus mit Pierre-Laurent Aimard und dem COE im Rahmen der styriarte
2001 Harnoncourt dirigiert erstmals das Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker
bei der styriarte dirigiert Harnoncourt mit dem COE zum ersten Mal das Verdi-Requiem
2002 Mitglied des Ordens „Pour le Mérite“ für Wissenschaften und Künste
„La belle Hélène“ und „Il ritorno d'Ulisse in patria“ in Zürich
Haydns „Orlando Paladino“ mit dem CMW bei den Wiener Festwochen
Rückkehr zu den Salzburger Festspielen mit „Don Giovanni“ (Regie: Martin Kusej)
Ernst von Siemens Musikpreis 2002
Grammy Award für die Aufnahme der Matthäuspassion mit dem CMW und dem Arnold Schoenberg Chor
2003 Harnoncourt dirigiert zum zweiten Mal das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
Konzertreise in die USA mit dem CMW
27. März: Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen des Concentus Musicus Wien (mit Haydns „Schöpfung“ im Wiener Musikverein)
dirigiert erstmals Offenbachs „La Grande-Duchesse de Gérolstein“ bei der styriarte in Graz
„Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“, verliehen von Johannes Rau
Echo Klassik als „Artist Of The Year“
2004 Georg-Philipp-Telemann-Preis der Stadt Magdeburg
Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker
2005 aufsehenerregende Produktion von Bizets Carmen im Rahmen des Festivals styriarte (Regie: Andrea Breth)
Verleihung des japanischen Kyoto-Preises für das Lebenswerk
2006 intensive Beschäftigung mit Mozart im Rahmen des Mozartjahres 2006 (Eröffnung des Mozartjahres in Salzburg, La finta giardiniera in Zürich, ein umjubelter Lucio Silla in Wien, Die Schuldigkeit des ersten Gebots in Luzern und Wien, Le nozze di Figaro und La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen)
Artist in residence am Mozarteum Salzburg



Monika Mertl, Vom Denken des Herzens. Alice und Nikolaus Harnoncourt. Eine Biographie, Neuaufl. 2004

 
Kontakt
English
created with DATENDRANG