Geboren im September 1981, absolvierte Saimir Pirgu zunächst ein Violinstudium in seiner Heimatstadt Elbasan (Albanien). Gesang studierte er erst anschließend an den Konservatorien von Tirana und Bozen bei Vito Brunetti, der immer noch sein Lehrer ist. Seine Stimme ließ die Juroren bei wichtigen Wettbewerben aufhorchen: So öffnete ihm die Auszeichnung als „Bester junger Sänger“ beim Umberto-Sacchetti-Wettbewerb in Bologna 2001 den Weg zu den Siegen beim Internationalen „Caruso“ Gesangswettbewerb in Mailand und beim „Tito-Schipa“-Bewerb in Lecce 2002.
Erste Rollen führten Saimir Pirgu 2002 nach Straßburg und nach Wildbad zum Rossini-Festival, als Ermanno im L'equivoco stravagante unter Alberto Zedda. Sofort darauf debütierte er als Belfiore in Il Viaggio à Reims beim Rossini Opera Festival in Pesaro, wohin er auch 2003 wieder zurückkehrte – als Alí in Adina mit Renato Palumbo. Daniel Oren holte Saimir Pirgu an das Teatro dell'Opera di Roma für den Lord Arturo in Lucia di Lammermoor, und mit Giovanni Antonini gestaltete er den Paolino im Matrimonio Segreto in Bozen.
2004 folgt dann der große Durchbruch. Nachdem ihn Claudio Abbado gehört hatte, debütierte der junge Sänger in einer Mozart-Oper und zwar als Ferrando in Così fan tutte in Ferrara, Reggio Emilia und Modena. Nach seiner ersten Aufführung in seiner Heimat Albanien als Nemorino im Elisir d'amore an der Nationaloper Tirana unter Gianluigi Zampieri, gab ihm der Direktor der Wiener Staatsoper Ioan Holender die Gelegenheit, in Wien als Nemorino zu debütieren. Für dieses Debüt wurde er auch mit der prestigevollen Eberhard- Waechter-Gesangsmedaille Medaille ausgezeichnet. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen fand im Sommer 2004 als Ferrando in Così fan tutte mit Philippe Jordan statt. Im Herbst dann ein weiteres Rollendebüt in Wien: Fenton in Verdis Falstaff.
Seither ist er an allen großen Häusern der Welt zu Gast: in Zürich, in Madrid und Bilbao, Bologna und Rom, in München und Berlin, wo er – im Mai 2006 - als Alfredo in Verdis La Traviata debütierte.
2006 sang Saimir Pirgu in Zürich, Berlin, Hamburg, Bologna, Lissabon, Valencia, und wieder in Wien. Er kehrte auch zum Rossini Opera Festival zurück, um hier La cambiale di matrimonio (Edoardo Milfort) und Mozarts Die Schuldigkeit des ersten Gebots (Cristiano) zu singen. Im März 2007 debütierte er an der Covent Garden Royal Opera als Rinuccio in Gianni Schicchi.
Im Februar 2006 erschien sein erstes Album mit Opernarien von Mozart, Pergolesi, Bononcini, Donizetti, Verdi und Massenet: „Angelo casto e bel“ mit dem Haydn-Orchester, dirigiert von Gustav Kuhn bei Universal Music.
www.saimirpirgu.com
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