Rudolf Schasching wurde in Engelhartszell (Oberösterreich) geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den St. Florianer Sängerknaben. Es folgte ein Gesangsstudium an der Wiener Musikhochschule bei Hilde Rössel-Majdan, welches er 1983 mit Diplom abschloss.
Über die Wiener Kammeroper gelangte er an das Staatstheater Saarbrücken, wo er seit zwanzig Jahren in über fünfzig Partien des jugendlichen Heldentenor- aber auch des Charaktertenorfachs auftritt. Darunter befinden sich Rollen wie Loge, Siegmund und Siegfried in Wagners Ring, aber auch Parsifal, Lohengrin, Titus, Idomeneo, Max, Herodes, Bacchus und Laca. 1996 sang er, ebenfalls in Saarbrücken, die drei Tenorpartien im Zyklus „Zweite Wiener Schule“: Aron in Schönbergs Moses und Aron, Alwa in Bergs Lulu und den Tambourmajor in Wozzeck.
Gastspiele führten ihn an verschiedene Opernhäuser Europas wie die Wiener Staatsoper, das Gran Teatro del Liceu, die Opéra Bastille, nach Amsterdam, Salzburg, Glyndebourne und Bregenz sowie nach Zürich (u. a. als Zsupan, Herodes, Tambourmajor, Galizyn, Aegisth, Erik), wo er seit 2000 Ensemblemitglied ist. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Leopold Hager, Nikolaus Harnoncourt, Jiri Kout, Lorin Maazel, Christoph von Dohnányi und Franz Welser-Möst.
Konzertengagements führten ihn nach London, Luxemburg, Prag, Sofia und Tokio. Verschiedene Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen entstanden mit ihm, u. a. von Beethovens Neunter und dem Zigeunerbaron, beides unter Nikolaus Harnoncourt. 2003 wurde ihm vom Kultusminister des Saarlandes der Titel Kammersänger verliehen.
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