Erich Höbarth wurde 1956 in Wien geboren. Er erhielt erstmals im 9. Lebensjahr Violinunterricht bei Grete Biedermann am Wiener Konservatorium. Später studierte er bei Franz Samohyl an der Wiener Musikhochschule und zuletzt bei Sandor Végh am Salzburger Mozarteum. 1977 holte Végh den 21-jährigen in sein berühmtes Streichquartett und machte ihn zum Assistenten für seine Musikkurse.
1980 wurde Höbarth 1. Konzertmeister der Wiener Symphoniker, kurz danach auch Konzertmeister und Solist im Ensemble Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt. Außerdem gründete er damals das Wiener Streichsextett, das 25 Jahre hindurch sehr erfolgreich und in unveränderter Besetzung in der ganzen Welt konzertierte. 1987 entstand das Streichquartett Quatuor Mosaïques. Gemeinsam sollten die mit der Alten Musik und den Originalinstrumenten gewonnenen Erfahrungen am klassischen Repertoire erprobt werden. Dieses Ensemble ist jetzt regelmäßiger Gast auf den wichtigen Konzertpodien Europas und bei den großen internationalen Festivals.
Erich Höbarth tritt häufig als Solist auf, etwa mit der Camerata Academica Salzburg, dem Wiener Kammerorchester, der Chapelle Royal Paris, der Baltischen Philharmonie, dem RSO Wien, den Wiener Symphonikern und der Camerata Bern, wobei er gerne die Konzerte von Bach, Mozart, Haydn, Beethoven, Schumann und Berg interpretiert. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u. a. Andras Schiff, Sabine Meyer oder Elisabeth Leonskaja.
Auch hat er zahlreiche CD-Einspielungen vorgenommen, unter anderem nahezu das gesamte Streichsextettrepertoire. Er war Gastprofessor an der Musikhochschule Graz, Lehrer für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule und ist derzeit Gastprofessor an der Grazer Universität. Seit 2000 ist Erich Höbarth künstlerischer Leiter der Camerata Bern.
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