„Dort, an den Rändern Europas, wo eine nach wie vor streng eurozentristische Wissenschaft von der Musik aufhört, fängt Vladimir Ivanoff gerade damit an…“ – Thomas Muttray-Kraus, Oberbayerisches Volksblatt (Februar 2001)
Der gebürtige Bulgare Vladimir Ivanoff studierte 1977-87 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. 1987 promovierte er mit einer Dissertation über das früheste bekannte europäische Lautenmanuskript. 1982-86 studierte er an der Musikhochschule Karlsruhe und an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Renaissancelaute. 1990-92 arbeitete er mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an dem Habilitationsprojekt „Europa und die Musik des Orients“. 1985 nimmt er Lehraufträge an den Universitäten München, Bochum und Oldenburg wahr, hält Vorträge auf Symposien und Kongressen in Europa, den USA sowie im Nahen Osten und veröffentlicht Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften.
Als musikalischer Leiter des interkulturellen Ensembles Sarband konzertiert er seit 1986 weltweit und veröffentlichte bisher mehr als dreißig CD-Produktionen, die mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert wurden (u. a. zwei Grammy Nominierungen 1992, Echo Klassik 2003 und 2006). 2007 erhielt er den Premio Mousiké der Region Apulien für die Verbreitung Alter Musik im Mittelmeerraum.
Seit 1986 bemüht er sich darum, nicht nur zwischen Theorie und Praxis der Musik zu vermitteln, sondern auch darum, mit seinen Programmen die Bindeglieder zwischen Orient und Okzident zu erhellen und zu stärken. Er belebt Alte Musik mit neuem Geist, ohne dabei jedoch die musikwissenschaftliche Sicht der Dinge außer Acht zu lassen.
www.sarband.de
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