Concentus Musicus Wien

Als Originalklangensemble der ersten Stunde hat der Concentus Musicus Wien der historischen Aufführungspraxis und ihrer Erfolgsgeschichte den Weg geebnet. Gegründet 1953 von Nikolaus Harnoncourt, setzt das Ensemble heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, noch immer Maßstäbe im Bereich der historischen Aufführungspraxis.

Nikolaus Harnoncourt, der das Ensemble bis 1987 vom Cello aus leitete und bis heute künstlerischer Leiter ist, gründete den Concentus Musicus Wien mit einigen Musikern aus den Reihen der Wiener Symphoniker als Spezialensemble für alte Musik auf Originalinstrumenten – „nicht aus historischen, sondern aus künstlerischen Erwägungen, weil die Musik jeder Epoche mit den Klangmitteln ihrer Zeit am lebendigsten und überzeugendsten dargestellt werden kann“. Mehr als vier Jahre lang verbrachten die Musikerinnen und Musiker des Ensembles zunächst ausschließlich mit Probenarbeit, feilten am Klangbild und einer adäquaten Interpretation barocker und vorbarocker Werke, bis sie 1957 im Wiener Palais Schwarzenberg erstmals an die Öffentlichkeit traten, wo von da an jährliche Konzertreihen mit dem Concentus Musicus stattfanden.

1963 wurden die ersten Werke für Teldec, damals noch „Telefunken“ eingespielt. Etwa zur gleichen Zeit führten Konzertreisen das Ensemble durch ganz Westeuropa. Auf dem Programm standen unter anderem Bachs Brandenburgische Konzerte und österreichische Barockmusik. 1966 unternahmen sie ihre erste Tournee in die Vereinigten Staaten und nach Kanada.

1970 begann der Concentus Musicus Wien mit der Gesamteinspielung der Kantaten von Bach (Teldec), ein beeindruckendes Projekt, das 1989 abgeschlossen wurde und mit einem Gramophone Award ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig wurden die eigenen Konzertreihen im Wiener Musikverein ausgebaut und Werke von Monteverdi, Purcell, Bach, Händel und Mozart eingespielt. Durch diese unzähligen Einspielungen und Konzertreisen ist der Concentus Musicus Wien zum Inbegriff des Musizierens auf authentischen Instrumenten geworden. Zur Tradition geworden sind für den Concentus Musicus und Nikolaus Harnoncourt mittlerweile auch die Kirchenkonzerte bei der styriarte in Stainz, die alljährlich neue Begegnungen mit dem fast unerschöpflichen kirchenmusikalischen Repertoire Mozarts und Haydns ermöglichen. Auch bei Opernproduktionen und -einspielungen wirkt das Ensemble regelmäßig in Wien (Theater an der Wien), Graz (styriarte) und Salzburg (Salzburger Festspiele) mit. Zuletzt erschienen die bei der styriarte eingespielte CD mit Haydns „Orlando Paladino“ und eine Einspielung von Mozarts „Zaïde“.

Der Concentus Musicus Wien tritt weiterhin regelmäßig in Wien auf und unternimmt zudem Konzertreisen in alle Teile Europas.

Das Repertoire des Concentus Musicus reicht heute von der Renaissance bis zu Haydn und Mozart, es umfasst gleichermaßen geistliche und weltliche Werke. Konzertmeister in der Nachfolge von Alice Harnoncourt ist Erich Höbarth, für den Continuo an Cembalo und Orgel sorgt Herbert Tachezi.

Concentus Musicus Wien, Foto: Werner Kmetitsch
Konzerte 2008
Idomeneo
01.07.2008 19:00
Idomeneo
03.07.2008 19:00
Krönungsmesse
05.07.2008 20:30
Krönungsmesse
06.07.2008 20:30
Idomeneo
08.07.2008 19:00
Idomeneo
10.07.2008 19:00
Idomeneo
12.07.2008 19:00
Krönungsmesse
13.07.2008 20:30
Idomeneo
15.07.2008 19:00