Mariahilferkirche

Mariahilferplatz 3
8020 Graz
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Anfahrt:

Straßenbahnlinien 1, 3, 6, 7
Haltestelle: Südtirolerplatz

Parkgelegenheit:

APCOA-Parkgarage am Mariahilferplatz oder Weitzer-Garage am Entenplatz

Die Mariahilferkirche ist in die frühbarocke Klosteranlage des Minoritenklosters eingebunden und bildet mit ihrer mächtigen Zweiturmfassade den wohl bedeutendsten städtebaulichen Akzent der ehemaligen Murvorstadt von Graz, dem heutigen rechten Murufer.

Die schon seit dem 13. Jahrhundert in Graz ansässigen Minoriten, die im Jahr 1515 ihre ursprünglichen Sitz am linken Murufer den Observanten abtreten mussten, errichteten bald darauf eine Marienkapelle auf einem von Seyfried von Eggenberg gewidmeten Grundstück. Im Jahr 1607 wurde unter der Gönnerschaft von Erzherzog Ferdinand II. und seiner kunstsinnigen Gemahlin Maria Anna von Bayern mit dem Bau der heutigen Klosteranlage und der Kirche begonnen, deren ursprüngliche Fassade vom Hofmaler und -architekten Giovanni Pietro de Pomis entworfen wurde.

Von Giovanni Pietro de Pomis stammt auch das außergewöhnliche Mariahilf-Gnadenbild am Hauptaltar mit den Heiligen Klara, Franziskus, Antonius von Padua, sowie mit Erzherzogin Maria Anna von Bayern. Das Bild aus dem Jahr 1611 zählt zu den populärsten Mariendarstellungen in der Steiermark und fand weit verbreitete Nachfolge.

Die heutige, spätbarocke Fassade der Kirche mit ihren zwei Türmen und den bemerkenswerten Sandsteinfiguren von Philipp Jakob Straub wurde nach Plänen von Joseph Hueber in den Jahren 1742 bis 1744 errichtet. Seit 1783 ist die Kirche des Minoritenklosters auch Pfarrkirche und wird bis heute vom Minoritenkonvent geführt.

 

Wussten Sie, dass Giovanni Pietro de Pomis die Mariahilferkirche nicht nur geplant hat, sondern auch in ihr begraben liegt? Sein Grabdenkmal befindet sich an einem der Mittelschiffpfeiler im Inneren der Kirche.

Mariahilferkirche
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08.07.2008 20:30